Psychotherapie in Kliniken

→ Worum es geht:

Die „Personalausstattung Psychiatrie- und Psychosomatik-Richtlinie“ (PPP-RL) ersetzt seit 01. Januar 2022 die Psychiatrie-Personalverordnung (Psych-PV) aus dem Jahr 1990. Trotz des gesetzlichen Auftrages, die Psychotherapie in den Kliniken zu stärken, hat der G-BA die Mindestanforderungen für die Behandlung in psychiatrischen Kliniken auf nun nur noch 49 Minuten Psychologischer Psychotherapie wöchentlich reduziert. Und trotz vieler kritischer Rückmeldungen aus der Profession wurde die Richtlinie im BMG nicht beanstandet.

Weiter wird in vielen Kliniken noch keine Notwendigkeit gesehen, in wenigen Jahren Weiterbildungsplätze für unseren psychotherapeutischen Nachwuchs zur Verfügung zu stellen. Für künftige Weiterbildungsbefugte ist in der Regel weder die notwendige Zeit noch die dieser Verantwortung entsprechende finanzielle Vergütung vorgesehen.

→ Wofür wir stehen:

  • Die Minutenwerte für psychotherapeutische Behandlungen in Kliniken müssen in der entsprechenden Personalrichtlinie (PPP) auf durchschnittlich 100 Minuten Einzeltherapie pro Woche erhöht werden, um eine angemessene, leitliniengerechte Behandlung ausführen zu können.
  • Leitungsaufgaben von Psychotherapeut*innen in Kliniken müssen in der PPP-Richtlinie, dem OPSKatalog und dem Begutachtungsleitfaden des Medizinischen Dienstes abgebildet werden.
  • Die neuen Weiterbildungsbefugten müssen auch entsprechend vergütet werden.

Die neue PPP-Richtlinie muss an zentralen Stellen nachbearbeitet werden, um zu einer echten Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung in den psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken zu führen.

zurück

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner