Einführung einer sektorenübergreifenden Qualitätssicherung (sQs)

→ Worum es geht:

Der Gesetzgeber hat dem Gemeinsamen Bundesausschuss die Entwicklung eines einrichtungsübergreifenden Instruments zur Qualitätssicherung in der ambulanten Psychotherapie in Auftrag gegeben. Qualitätssicherung ist unseres Erachtens ein zentraler Bestandteil einer guten Versorgung.

Psychotherapeutinnen sichern Qualität schon immer über Fort- und Weiterbildung, Intervision, Supervision sowie ein ausführliches internes Qualitätsmanagement.

→ Wofür wir stehen:

Falls neue Maßnahmen zur Qualitätssicherung eingeführt werden, müssen diese geeignet sein, die Versorgungsqualität tatsächlich zu verbessern.

Qualitätssicherung darf kein Bürokratiemonster werden, das zur Verschwendung kostbarer Behandlungszeit führt. Dazu braucht es unseres Erachtens:

  • Datensparsamkeit und Zweckbindung der Daten
  • Fokussierung auf wenige, aussagefähige Indikatoren
  • Stichprobenauswertung statt Vollerhebung von Daten

Vor der Einführung eines QS-Instruments für alle Praxen sind eine umfangreiche Machbarkeitsprüfung und eine saubere Evaluation unabdingbar.

Einen kontinuierlichen öffentlichen „Produkt“-Vergleich (Benchmarking) von Psychotherapeutinnen lehnen wir strikt ab, da dies unweigerlich die Gefahr einer Patient*innenselektion hin zu Störungen mit besserer Prognose begünstigen würde. Schwer oder chronisch erkrankte Menschen könnten es dann zwangsläufig noch schwerer als bisher haben, einen Behandlungsplatz zu finden. Das verschlechtert die Versorgungsqualität!

Qualitätssicherung muss die Versorgungsqualität fördern, nicht die Bürokratie!

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