Überschrift - Integrative Liste Psychotherapie – Kontinuität, Kollegialität, Konstruktivität

Kontinuität: Wir sind die einzige Liste, die seit Gründung der Kammer besteht. Seitdem beteiligen wir uns konstruktiv und engagiert in einer Vielzahl von Gremien unserer Landeskammer und der Bundespsychotherapeutenkammer.

Kollegialität: Verfahrens- und berufsübergreifend. Die Integrative Liste wurde als offene Liste vom BBP-DGPT und dem BVVP gebildet. Beide Verbände eint, dass ihnen Psychotherapeuten unterschiedlicher Grundberufe angehören und sie die Belange der Psychotherapeuten auch in den Ärztekammern und der Kassenärztlichen Vereinigung vertreten.

Konstruktivität: Uns waren und sind übergeordnete Ziele stets wichtiger als Verbandsidentitäten.

Unsere Ziele

  • Psychotherapeuten üben einen Freien Beruf aus. Nach der gesetzlichen Definition haben Freie Berufe auf der Grundlage besonderer beruflicher Qualifikationen persönlich, eigenverantwortlich und fachlich unabhängig Dienstleistungen höherer Art im Interesse der Auftraggeber und der Allgemeinheit zum Inhalt. Diese Merkmale eines Freien Berufes sind sowohl für selbstständige als auch für angestellte Psychotherapeuten zu sichern.
  • Unsere noch relativ junge Profession ist weiterhin im Feld des Gesundheitswesens zu etablieren, auf Augenhöhe mit den anderen akademischen Heilberufen.
  • Die psychotherapeutische Tätigkeit ist durch angemessene berufsrechtliche Rahmenbedingungen in ihrem sensiblen Beziehungskontext zu schützen. Wir setzen uns dabei nicht nur für die individuellen Persönlichkeitsrechte der Patienten, sondern auch für die der Psychotherapeuten ein und haben auch das Gemeinwohl im Blick.
Bitte geben Sie
uns Ihre Stimmen!
März 2017Wahlkreuz
Wahlen zur
Psychotherapeuten-
kammer Bayern
  • Die drohende Verschlechterung der psychotherapeutischen Versorgung durch den geplanten Abbau psychotherapeutischer Kassensitze wollen wir verhindern. Wir setzen uns ein für eine Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung besonders in unterversorgten Gebieten und für besonders unterversorgte Patientengruppen (wie z.B. Menschen mit Behinderungen, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Migranten, Geflüchtete, sozial schwache Familien, Straftäter, ...).
  • Förderung der Vereinbarkeit von Beruf von Familie
  • Gerechte Bezahlung psychotherapeutischer Leistungen in den Bereichen GOÄ/GOP, KV-Honorare, tarifliche Eingruppierung und im Rahmen der Ausbildung.
  • Sicherung einer fairen und soliden Altersversorgung durch unser Versorgungswerk
  • Die Kammer soll ein plausibles, transparentes, gerichtsfestes und faires Modell für die Bestimmung von Praxiswerten zur Verfügung stellen.
  • Die beschlossenen Änderungen der Psychotherapie-Richtlinie (Sprechstunden, telefonische Erreichbarkeit) dürfen nicht zu einer Verschlechterung der Versorgung sowie der Arbeitsbedingungen und Einkünfte in einer vertragspsychotherapeutischen Praxis führen.
  • Nachdem die dringend notwendige Novellierung des Psychotherapeutengesetzes von der politischen Spitze des Bundesgesundheitsministeriums für diese Wahlperiode aufgegeben wurde, ist es um so dringlicher, sich weiterhin dafür einzusetzen. Dabei streben wir nicht nur die unbedingt notwendigen Klärungen und Verbesserungen der Ausbildungsbedingungen, sondern auch Verbesserungen der gesetzlichen Grundlagen unserer Berufsausübung an.

To be continued in 2022

  • Die Vielfältigkeit psychotherapeutischen Handelns im Kontext der differenzierten und gut elaborierten Psychotherapieverfahren ist auf dem Boden einer klaren wissenschaftlichen Fundierung zu fördern.
  • Patienten brauchen individuelle Lösungszugänge für ihre Erkrankungen. Das leisten wir als Psychotherapeuten seit vielen Jahren. Diese Zugänge sind sowohl zu erhalten, als auch weiterzuentwickeln.
  • In die psychotherapeutische Versorgung drängen vielfältige Neugestaltungen (z.B. von Managementgesellschaften betriebene Organisationsformen, Selektivverträge mit Krankenkassen, elektronische Gesundheitskarte, Online-Therapien im Internet), die zu fördern sind, soweit sie der Versorgung nützen und die ethischen Standards unserer Berufsausübung wahren, aber kritisch zu behandeln sind, wenn sie die Standards unserer Berufsausübung gefährden oder in Frage stellen.
  • Die von unserer Profession getragenen Institute drohen zukünftig im Bereich der Aus- und Weiterbildung zunehmend mehr unter den Einfluss- und Machtbereich von kapitalgesellschaftlichen Klinikträgern zu geraten. Dem wollen wir entgegentreten und uns für den Erhalt und die Autonomie unserer Institute einsetzen.
  • Psychotherapeuten haben auch eine gesellschaftliche Verantwortung. Als gesetzliches Vertretungsorgan der Psychotherapeuten hat die Kammer auch Position zu beziehen zu gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen, die psychisch Erkrankte stigmatisieren oder die psychische Gesundheit vieler Menschen beeinträchtigen. Politischen Akteuren oder Bewegungen, für die die Würde des Menschen nicht unantastbar ist, wollen wir entgegentreten.